INSTITUT FÜR BIOMETRIE UND MEDIZINISCHE INFORMATIK

Biometrie

Neben der Lehre und der Beratungstätigkeit ist die Forschung eine weitere wichtige Säule der Arbeitsgruppe Biometrie. Dabei ist das Spektrum sehr weit. Es reicht von der Kooperation mit anderen Einrichtungen der Medizinischen Fakultät oder externen Partnern in der medizinischen Forschung über die biometrische Verantwortlichkeit in zwei nationalen medizinischen Forschungsnetzen bis hin zur eigenen methodischen Forschung.

Die Kooperationen innerhalb der Fakultät entstehen häufig aus den Beratungen der Arbeitsgruppe heraus, wo dann auch umfangreichere Arbeiten von uns übernommen werden, und sind in der Regel mit der Planung und Auswertung von klinischen oder experimentellen Studien beschäftigt. Der Stellenwert dieser Arbeiten an unserer Arbeitsgruppe lässt sich auch an der Publikationsliste des Instituts erkennen, wo viele Arbeiten enthalten sind, die aus enger Zusammenarbeit mit Partnern der Fakultät entstanden sind.

Im Jahr 2002 begann eine enge Zusammenarbeit des Instituts für Biometrie und Medizinische Informatik mit der Universitätskinderklinik der Otto-von-Guericke-Universität zum Aufbau eines Netzwerks für klinische Studien.

Auch zu Partnern außerhalb der Fakultät bestehen enge Kooperationsbeziehungen.

  • Unser Institut stellt im Rahmen einer BMBF-Förderung die zentrale Biometrie-Einheit des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler, in dem Wissenschaftler aus ganz Deutschland von der medizinischen Grundlagenforschung über die klinische Forschung bis zur Versorgungsforschung Defizite auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler untersuchen.
  • Ebenfalls mit BMBF-Förderung führt unser Institut die zentrale Datenbank des Netzwerks Intersexualität als eines der Netzwerke für seltene Erkrankungen. Die biometrische Planung und Analyse der klinischen Evalutationsstudie des Netzes "Medizinische und chirurgische Behandlungsergebnisse, psychosexuelle Entwicklung und gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten mit Störungen der Geschlechtsentwicklung" erfolgt ebenfalls in unserer Arbeitsgruppe.
  • Andere externe Partner sind die Arbeitsgruppe zur Qualitätssicherung in der Pädiatrischen Endokrinologie (AQUAPE) der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Endokrinologie, in der unser Institut die regelmäßigen Analysen durchführt, oder das Institut für Pflanzenvirologie, Mikrobiologie und biologische Sicherheit an der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Braunschweig, wo gemeinsam Methoden für die statistische Analyse von mikrobiellen Fingerprints erarbeitet werden.
  • Weitere Themen werden in Drittmittelprojekten mit der AOK-Sachsen-Anhalt (Hautscreening-Projekt) und mit der Industrie bearbeitet.
  • Die interne methodische Forschung unserer Arbeitsgruppe beschäftigt sich hauptsächlich mit Methoden der multivariaten Statistik und Methoden des multiplen Testens. Schwerpunkt unserer Betrachtung sind Methoden für hochdimensionale Daten bei gleichzeitig beschränkten Stichprobenumfängen. Solche Daten entstehen oft schon bei komplexen klinischen Studien, aber z.B. auch in der Genexpressionsanalyse mittels Microarrays oder in der funktionellen Bildgebung.

    Dementsprechend widmet sich ein DFG-unterstütztes Forschungsprojekt unserer Arbeitsgruppe in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Neuroimaging unseres Instituts auch der Anpassung von statistischen Analyse-Prozeduren, die seit den neunziger Jahren in unserem Institut entwickelt wurden, an die speziellen Probleme der funktionellen Bildgebung. In diese Arbeiten sind auch Kooperationspartner aus Jena und Uppsala einbezogen.

    Seit 1990 gibt es eine Kooperation mit unserem Partner-Institut an der Medizinischen Hochschule Hannover . Regelmäßig findet jedes Semester ein gemeinsames Biometrisches Kolloquium statt.

Letzte Änderung: 11.04.2019 - Ansprechpartner:

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